Gegründet 657 v. Chr. von megäischen Kolonisten an der Spitze der Historischen Halbinsel, bildet Byzantion den Kern der urbanen Struktur, die bis heute erhalten ist. Unter römischer Herrschaft entwickelte die Stadt Aquädukte und Infrastruktur, und Straßen wie das Hippodrom und die Mese entstanden.
Die von Septimius Severus errichteten Mauern erstreckten sich wahrscheinlich entlang der Hänge zum Akropolis, östlich der heutigen Hagia Sophia bis zum Ufer und verbanden sich mit den Stadtmauern am Meer. Ab 325 n. Chr. entwickelte sich Konstantinopel, die östliche Hauptstadt des Römischen Reiches, nach einem hierarchischen Plan mit definierten funktionalen Zentren.
Das Gebiet zur Marmara und zum Bosporus bildete die Akropolis mit Palästen und Verwaltungsgebäuden. In der Nähe wohnten Herrscher und Aristokraten, westlich die Mittelschicht. Unter Konstantin wurden wichtige Strukturen erhalten und die Septimius-Severus-Mauer erweitert. Die Südfassade des Hippodroms integrierte sich in den Großen Palast.
Reste im Grundstück 55, Block 33
Im Alemdar-Viertel von Fatih wurden bei den Ausgrabungen auf Grundstück 55, Block 33 architektonische Reste identifiziert. Diese wurden durch Beschluss Nr. 6555 vom 04.05.1995 geschützt. Das T-förmige Grundstück weist zwei konzentrierte Bereiche auf:
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Salkım Söğüt Straße → Rest Nr.1
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Şengül Hamam Straße → Rest Nr.2
Rest Nr.1
Im Einschnitt zur Salkım Söğüt Straße, ca. -5,80 m, Fläche 7,80×9,97 m. Wand parallel zum Nachbargrundstück mit variabler Dicke und gestuften Massen.
Gebaut aus Flachziegeln, großen Steinen und Horasan-Mörtel. Untere Steine ca. 0,65×0,43 m, obere Fläche rote Putzschicht. Die gebogenen Formen könnten auf eine Wasserstruktur hinweisen.
Rest Nr.2
An der Şengül Hamam Straße, von -8,20 m bis -5,59 m. Breite Basis, die sich zur Straße verjüngt. Unregelmäßigkeiten und Ziegel-Stein-Konstruktion deuten auf ein Hypokaust-Heizsystem eines Bades hin.
